dot.intern - Willkommen Adrian Ensner

Adrian Ensner
12. Mai 2022

Wir haben schlagkräftige Verstärkung bekommen. Hier stellen wir euch unseren neuen Miratbeiter Adrian Ensner in der Rolle Consulting vor. Wir bedienen uns dabei des Fragebogens von Max Frisch.

Sehr cool, dass ich mich euch hier vorstellen darf. Mein Name ist Adrian Ensner. Mein erster Kontakt zur dot hat via David Berger stattgefunden. Damals war ich Teilnehmer im CAS Agile Organisation der FHNW Brugg/Windisch und David war Dozent im Modul Personal Agility. Das CAS habe ich schon damals als Live Changer erkannt. Heute weiss ich, dass ich damals damit den Grundstein gelegt habe, um heute in einem vielseitigen Team von tollen Menschen Veränderungen voran zu bringen.

Aber genung davon. Lassen wir Max Frisch, seine Fragen stellen.

1. Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?

Ja.

2. Warum? Stichworte genügen.

Mir gefällt die Vorstellung, dass positive Dinge wie: Liebe, Freundschaft, Leidenschaft, Spielen, Spass, Lebensfreude, Hilfsbereitschaft etc. weiter bestehen können.
Abgesehen davon fände ich es schade, wenn nach all den Jahren der Entwicklung, des Fehlermachens und daraus Lernens einfach Schluss wäre.

3. Wie viele Kinder von Ihnen sind nicht zur Welt gekommen durch Ihren Willen?

Leibliche keine. Geistige einige. Oft hat es mir an Energie gefehlt oder ich habe mich lieber etwas Anderem gewidmet. Zum Glück.

4. Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Mein weiser Karate-Sensei, Koichi Sugimura hätte es wohl so ausgedrückt:

Niemandem. Niemandem bin ich zwar oft gerne begegnet, aber immer hätte ich niemandem nicht begegnen wollen.

Abgeleitet von seiner Aussage:

Schauen sie diese Leute. Sie tanzen schön. Ich kann nicht schön tanzen. Nicht schön tanzen kann ich auch nicht.

5. Wissen Sie sich einer Person gegenüber, die nicht davon zu wissen braucht, Ihrerseits im Unrecht und hassen Sie eher sich selbst oder die Person dafür?

Ach, «Hassen» ist ein starker Ausdruck. …und «Wissen» übrigens auch.

6. Möchten Sie das absolute Gedächtnis?

Ich hätte sicher gerne ein besseres Gedächtnis aber ein absolutes?! Nein, danke.
Ausser …
….es käme in einem absoluten Paket, zusammen mit absolutem Hören, Sehen, Fühlen, Wissen und Sprechen. Einfach bitte ohne Hassen. Das verabscheue ich.

7. Wie heisst der Politiker, dessen Tod durch Krankheit, Verkehrsunfall usw. Sie mit Hoffnung erfüllen könnte? Oder halten Sie keinen für unersetzbar?

Ich kenne keinen Politiker so gut als, dass er mich mit Hoffnung erfüllen könnte.

8. Wen, der tot ist, möchten Sie wiedersehen?

Niemanden. Tote sind zwar gute Zuhörer, aber dafür nicht so gesprächig. Zudem riechen sie oft komisch und sehen nicht besonders appetitlich aus, habe ich gehört.

9. Wen hingegen nicht?

"!Niemanden"

10. Hätten Sie lieber einer anderen Nation (Kultur) angehört und welcher?

Nein. Aber wenn sie schon fragen. Vielleicht der irischen? Das Volk lebt einen interessanten Mix von Lebensfreude und Melancholie. Hmm. Ich probiere das nächste Mal daran zu denken, wenn meine irische Schwiegermutter zu Besuch ist.

11. Wie alt möchten Sie werden?

Älter als meine Schwiegermutter.

12. Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder Nein.

Ja. Schaden anrichten kann ich damit jedenfalls nicht. Ich habe in meinem Leben schon vieles befohlen. Bis jetzt ist nie etwas daraus geworden. Inzwischen habe ich mir einen Hund zugelegt. Mit riesiger Hingabe und Freude macht dieser auch was er will.

13. Warum nicht, wenn es Ihnen richtig scheint?

Falsche Frage, richtige Antwort: Damit ich danach wenigstens die Genugtuung von «I told you so» habe.

14. Hassen Sie leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person, und hassen Sie lieber allein oder in einem Kollektiv?

Ach, «Hassen» ist ein starker Ausdruck. …und «leichter» übrigens auch.

15. Wann haben Sie aufgehört zu meinen, dass Sie klüger werden, oder meinen Sie’s noch? Angabe des Alters.

Ich meine es noch. Jünger wie meine Schwiegermutter.

16. Überzeugt Sie Ihre Selbstkritik?

Meistens schon. Manchmal überzeugt mich aber auch meine Kritik an Anderen.

17. Was, meinen Sie, nimmt man Ihnen übel und was nehmen Sie sich selber übel, und wenn es nicht dieselbe Sache ist: wofür bitten Sie eher um Verzeihung?

Ich meine Leute zu kennen, die nichts mit meinen flachen Witzen anfangen können.
Selbst nehme ich mir übel, nicht in jeder Situation einen auf Lager zu haben.
Ich bitte eher um Verzeihung, nicht den richtigen Humor getroffen zu haben. Gemacht habe ich das aber noch nie. Also, das mit dem «um Verzeihung bitten».

18. Wenn Sie sich beiläufig vorstellen, Sie wären nicht geboren worden: beunruhigt Sie diese Vorstellung?

Beiläufig habe ich mir das noch nie vorgestellt. Jedes Mal, wenn ich es mir vorstelle, passiert das sehr deutlich. Was ich aber sagen kann ist, dass wenn ich mir - wie jetzt gerade – das deutlich vorstelle, ich nicht beunruhigt bin. Schön haben wir das geklärt.

19. Wenn Sie an Verstorbene denken: wünschten Sie, dass der Verstorbene zu Ihnen spricht, oder möchten Sie lieber dem Verstorbenen noch etwas sagen?

Ich würde allenfalls Max Frisch sagen wollen, dass sein Fragebogen etwas Morbides hat. Aber das war ihm wohl bewusst. Darum schafft es dieser Wunsch sicher nicht auf meine Bucketlist.

Wenn wir schon bei Morbid und Listen sind. Ist ihnen schon mal aufgefallen, dass Bucketlist eigentlich ein doofer Ausdruck ist. Darf man nur grosse Wünsche haben, wenn man sich nach deren Erreichung selbst verabschiedet? Oder geht man davon aus, dass wenn man alles Grosse erlebt hat, es keinen Sinn mehr macht weiterzuleben? Blödsinn.

20. Lieben Sie jemand?

Oh ja. Sogar einige Jemande. Dazu gehört übrigens auch meine Schwiegermutter.

21. Und woraus schliessen Sie das?

Beispielsweise aus dem Bedürfnis alle diese jemanden umarmen zu wollen und sie nicht mehr los lassen zu wollen.

Selbstgebaute Folgefrage: Warum tun sie es dann nicht?

Es handelt sich hier um viele Leute. Ich muss abwechseln. Erstens, weil sich diese nicht alle am gleichen Ort aufhalten und zweitens, meine Arme zu kurz sind.

22. Gesetzt den Fall, Sie haben nie einen Menschen umgebracht: wie erklären Sie es sich, dass es dazu nie gekommen ist?

Die anderen Menschen und vor allem ich, hatten einfach nur Schwein. Kommt dazu, ich nehme oft das ÖV oder fahre sehr vorsichtig.

23. Was fehlt Ihnen zum Glück?

Nichts, ich bin glücklich. Trotzdem hätte ich nichts dagegen, wenn wir als Menschheit schon Weltfrieden und die Lösung der Klima- und Energie Probleme erreicht hätten.

24. Wofür sind Sie dankbar?

Nach dem ich jetzt hier schon eine Weile den Max gemacht habe, bin ich dankbar, dass dies die zweitletzte Frage ist.

25. Möchten Sie lieber gestorben sein oder noch eine Zeit leben als ein gesundes Tier? Und als welches?

In Zukunft würde ich lieber gestorben sein. Ansonsten wäre ich gerne eines der Haustiere in unserem Haushalt. Die werden geliebt, verwöhnt und sehen sehr zufrieden aus.

Keine Kommentare bis jetzt

Lass uns wissen, was du darüber denkst.

Vielleicht gefallen dir auch

diese Artikel Internes

Newsletter Anmeldung