Scrum ersetzt das klassische Projektmanagement. Scrum dominiert die Entwicklungsprozesse. Deshalb forschen die Hochschulen folglich auch immer mehr über Scrum. Gelegentlich erreicht uns ein Fragebogen. In diesem Blog unsere Antworten.
Gemäss unserem Vorgehensmodell. Ich definiere zunächst den Nordstern. Was ist das Fernziel einer nach Scrum transformierten Organisation. Warum wollen wir überhaupt Scrum praktizieren? Diese Fragen möchte ich von den wichtigsten Teilnehmern beantwortet wissen. Anschliessend buchstabiere ich den Nordstern in einen Meilenstein zurück.
Ja, wobei ich Themen wie Führungsverständnis und Organisationskultur schwerer gewichte als Prozesslandschaft und Organisationsstrukturen. Das eigentliche Implementationsframework ist rasch erlernt. Gewiss kann man noch einige bewährte Praktiken der Szene adaptieren. Doch Scrum ist technisch überschaubar. Nicht so trivial sind die menschlichen Erfolgskriterien, wie Führungsverständnis und Organisationskultur. Wenn diese Scrum nicht zulassen, dann darbt jede Scrum Implementierung.
Kurzum: Unsere Erfahrung zeigt, dass in jeder Veränderung, in jedem Vorhaben die Methoden 30%, die Menschen aber 70% des Erfolges ausmachen.
Gute Frage. Korrelierend zur vorherigen Frage sicherlich mal Führungsverständnis und Organisationskultur. Eine Kultur, die kurze Plan- und Lernzyklen erlaubt, ja begünstigt. Eine Kultur, die das Gemeinsame hervorhebt. Eine Kultur, die anpackt, pragmatisch ist und sich nicht hinter Formularen und Prozessen versteckt. Und natürlich eine Führung, die ihrer eigenen Unzulänglichkeit und Fehlbarkeit gewahr ist. Eine Führung, die nicht Omnipotenz und Allmacht beansprucht. Sondern eine Führung, die den Menschen vertraut, Menschen unterstützt und Menschen das Umfeld ermöglicht, das sie brauchen, um Produkte effektiv und effizient zu bauen und dabei - wesentlich - Spass haben zu dürfen.
Ja, wenn der Chef das Gefühl hat, er sei Product Owner und Scrum Master und Superteam in einer Person vereint. Wenn der Chef behauptet, er wisse alles und alles besser. Und wenn dessen Chefs das alles stützen. Dann würde ich abraten und stattdessen eine klassisch hierarchische Organisation etablieren, die mit unterschriebenen und abgenommenen Arbeitspaketen operiert und sich in Fünfjahresplänen verpflichtet.
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