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dot.tipp - Wie kann der Remote Scrum Master unterstützen, wenn alle im Homeoffice sind?

David Berger
14. April 2020

Der Albtraum eines jeden Scrum Masters hat sich nun bewahrheitet: Das Team sitzt nicht mehr im perfekten Scrum Büro. Stattdessen hat sich das Team ins angeordnete Homeoffice verabschiedet. Wie kann der Scrum Master nun wirken und weiterhin das Team bestmöglich unterstützen? Mehr in diesem Blogbeitrag. 

Verbindungen schaffen

Der Scrum Master soll das Team vernetzen. Der Scrum Master ist nicht die Informationsdrehscheibe, der Hub, der Flaschenhals, sondern der Scrum Master begünstigt die direkten Verbindungen im Team. Der Scrum Master ermuntert das Team zu Telefonaten, WebEx-Sessions, MS Teams Chats oder was auch immer die Organisation gerade anbietet (siehe auch remotekit.ch). Er verteilt Nummern, private E-Mail-Adressen und unterstützt damit den kontinuierlichen Informationsfluss im Team. 

Social Daily initiieren

Homeoffice bedingt Disziplin. Auch ich bin im Homeoffice nicht automatisch konzentrierter. Die soziale Kontrolle, quasi der Panoptismus verwirklicht als Grossraumbüro, entfällt. Ein Social Daily, das den gemeinsamen Arbeitstag angekündigt, kann entspannen und erinnern, dass wir berufstätig sind. Das Social Daily muss nicht zwingend formalisiert sein. Vielmehr soll es helfen, dass das Team sich spürt. Wir sind alle menschlich. Wir alle haben Haushalte, Familien, Toilettenpapier und andere Dinge zu regeln.

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Gemeinsame Pausen zelebrieren

Moderne Kommunikationslösungen besitzen in der Regel auch einen Client für die geliebten mobilen Plattformen. Wir müssen uns nicht hinter dem Laptop verstecken. Sondern wir können uns - zumindest in den eigenen vier Wänden - einigermassen frei bewegen. Eine gelungene Auflockerung ist es, gemeinsame Pausen zu zelebrieren. Alle tun, was wir auch sonst tun würden. Die einen kochen Kaffee, die anderen scrollen durch die Nachrichten, andere quatschen. Der Sinn und Zweck einer gemeinsamen Pause als Videokonferenz ist, dass das Team sich weiterhin als Team fühlt und empfindet, obwohl alle remote sind. 

Gemeinsamer Feierabend

Manche Teams kultivieren das Feierabendbier. Es muss nicht unbedingt Bier sein. Wichtig ist ein Ritual, das den Arbeitstag beendet. Diese Zeremonie kann auch gemeinsam durchgeführt werden. Der eine schnappt sich sein LEGO-Set, die andere öffnet das gekühlte Bier, der andere startet die Spielkonsole. Die Zeremonie soll nicht lange dauern, aber soll das Gefühl bestärken, dass man gemeinsam etwas gearbeitet hat, jetzt aber ohne Verdacht in den Feierabend entlassen wird. 

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Bilaterale Gespräche führen

Die Scrum Masters sind mit allen im Team vernetzt. Ein regelmässiger und persönlicher Austausch mit dem Team ist daher sehr ratsam. Die Themen müssen nicht bloss fachlich sein. Der Scrum Master ist immer fürs Team 'da'. Der Scrum Master kann stets zuhören, das ist für mich die Schlüssel- und Königsdisziplin des Scrum Masters. 

"Remoteische" Moderation der Zeremonien

Brainwriting in einer Retrospektive? Remote undenkbar. Ein Daily Scrum "von oben rechts" am physischen Board? Remote sehr herausfordernd. Die Moderation der Zeremonien muss nun umgestellt werden. Statt Brainwriting kann die Methode 635 unterstützen - z. B. mittels Online-Texteditoren. Das Daily Scrum darf auch gerne auf 30 Minuten gestreckt werden, damit alle wesentlichen Informationen im Team synchronisiert sind. So oder so, die Zeremonien müssen remoteischer werden. 

Und deine Tipps?

Was empfiehlst du den Scrum Masters dieser Welt, wenn dein Team plötzlich remote arbeiten muss?

Kommentare (2)

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